Wir haben für Sie wichtige Fördermaßnahmen zusammengestellt.

Was sind KWK-Anlagen?

In einer KWK-Anlage (z. B. einem Blockheizkraftwerk) wird gleichzeitig Strom und Nutzwärme erzeugt. Durch diese Kopplung kann die eingesetzte Energie (wie Heizöl, Erdgas) sehr viel effizienter genutzt werden als bei der herkömmlichen Erzeugung in getrennten Anlagen. Hauptvorteil ist neben der Reduktion von CO2-Emissionen, dass in erheblichem Umfang Primärenergie eingespart wird und in gleichem Maß die Stromnetze entlastet werden. Am besten produziert die KWK / KWKK Anlage nur maximal soviel Strom wie in der Liegenschaft benötigt wird, so ist die Wirtschaftlichkeit besonderst hoch.

Zuschuss für Mini-KWK-Anlagen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) administriert das im Januar 2012 vom Bundesumweltministerium herausgegebene Förderprogramm „Richtlinien zur Förderung von KWK-Anlagen bis 20 kWel“. Mit diesem Programm sollen neben der weitreichenden Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes zusätzliche Impulse für den breiten Einsatz auch von kleinen KWK-Anlagen gegeben werden.

Neue Blockheizkraftwerke bis 20 kWel in Bestandsbauten können nach diesem Förderprogramm einen einmaligen Investitionszuschuss erhalten, der nach der elektrischen Leistung der Anlagen gestaffelt ist. So erhalten zum Beispiel sehr kleine, für Ein- und Zweifamilienhäuser besonders geeignete Anlagen mit einer Leistung von 1 kWel 1.500 Euro, große Anlagen mit 19 kWel hingegen 3.450 Euro.

Die Anlagen dürfen nicht in einem Gebiet mit einem Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme liegen und müssen sowohl mit einem Wartungsvertrag betreut werden als auch anspruchsvolle Effizienzanforderungen erfüllen. Die Anforderungen der EU-KWK-Richtlinie für Kleinstanlagen müssen deutlich übertroffen werden. Die Primärenergieeinsparung muss für Anlagen kleiner 10 kWel mindestens 15% und für Anlagen von 10 kWel bis einschließlich 20 kWel mindestens 20% betragen. Außerdem ist ein Gesamtnutzungsgrad von mindestens 85% einzuhalten. Weitere Anforderungen sind u. a. das Vorhandensein eines Wärmespeichers mit einem Energiegehalt von mindestens 1,6 kWh pro installierte kWth, einer Steuerung und Regelung für eine wärme- und stromgeführte Betriebsweise inklusive eines intelligenten Wärmespeichermanagements sowie eines Messsystems zur Bestimmung des aktuellen Strombedarfs (Smart Meter) für Anlagen ab 3 kWel.

Fördervoraussetzung ist zudem, dass die KWK-Anlagen in der Liste der förderfähigen Anlagen des BAFA enthalten sind. Diese Liste der förderfähigen Anlagen (Herstellerliste) ist unter der Rubrik Publikationen veröffentlicht und wird kontinuierlich aktualisiert.
Anträge für Anlagenbetreiber auf Förderung können seit dem 1. April 2012 eingereicht werden. Das entsprechende Formular finden Antragsteller unter der Rubrik Formulare. Aufträge an Lieferanten dürfen erst nach Bestätigung des Antragseingangs durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erteilt werden. Eine Rücknahme von bereits gestellten Anträgen nach der im Jahre 2008 gestarteten und ausgesetzten Förderrichtlinie für hocheffiziente kleine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (Mini-KWK) ist nicht zulässig.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Förderungen in Form einer KWK-Stromvergütung nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ausschließlich über das Referat 425-KWK gewährt werden.

Übersicht über die Höhe der Einspeisevergütungen: ab 1.1.2009 - 2012

wie Sie bestimmt aus der Presse vernommen haben, hat sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dazu durchgerungen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu überarbeiten.

Nach der ersten Abstimmung vom 08.04.2014 sollen KWK Anlagen 50% der EEG-Umlage bei Eigenstromnutzung zahlen müssen.

Das ist im Allgemeinen nicht besonders tragisch, da die Wirtschaftlichkeit der BHKW Systemtechnik mehr als ausgezeichnet ist. Zudem ist der Kompensationspreis der Stromeigennutzung zum größten Teil abhängig vom tatsächlichen Strompreis, und dieser ist bereits heute sehr hoch und wird in den kommenden Jahren sicherlich weiter steigen.

Trotzdem möchten wir darauf hinweisen, dass Ihre Projekte im BHKW-Bereich besser vor August 2014 in Betrieb genommen werden sollten, da so die EEG-Umlage noch umgangen werden kann.

Wie Sie selbst unschwer erkennen können, verrät der erste Blick auf die Einzelanlagenbetrachtung eine erhöhte jährliche Belastung. Lediglich im zweiten Schritt wird deutlich, welche vergleichbar geringe Auswirkung die EEG-Umlage auf die Amortisationszeit bewirkt.